Anlagebedingter Haarausfall

Anlagebedingter Haarausfall

(Androgenetische Alopezie)

Dies ist eine „Volkskrankheit“ sowohl der Männer als auch der Frauen, obwohl ein Großteil der Männer den Verlust ihres Kopfhaars im Laufe des Lebens nicht als krankhaft empfindet. Bei der überwiegenden Zahl der Männer kommt es aber im Verlauf ihres Lebens zu einer typischen Ausdünnung der Haare, anfangs in den Geheimratsecken, später im zentralen Kopfbereich mit einem möglichen Fortschreiten des Haarverlustes auf den Rest des Kopfes. Bei den Frauen ist die Verteilung des Haarausfalls anders. Meistens tritt im zentralen Kopfbereich (der Tonsur) eine Ausdünnung aus, die fortschreiten kann bis zur völligen Haarlosigkeit in diesem Bereich.

Wichtig ist jedoch, dass die Haarwurzeln in Gegensatz zur „vernarbenden“ Alopezie nicht zugrunde gehen, sondern  nur in sog. Flaumhaare umgebildet werden. Das Ausmaß des Haarverlustes kann man anhand von Stadien (beim Mann nach Hamilton, bei der Frau nach Ludwig) klassifizieren. Manche Frauen erleben ein Spannungsgefühl auf dem Kopf. Im Gegensatz zur vernarbenden Alopezie sieht man allerdings keine Entzündungs-zeichen wie Rötung, Pusteln, Schuppen oder Verhornung.

Genetische Ursachen sind für den anlagenbedingten Haarausfall entscheidend, wobei eine Vielzahl von Genen beteiligt ist. In seltenen Fällen ist der anlagenbedingte Haarausfall bei Frauen durch ein Überangebot an männlichen Sexualhormonen (Testosteron) bedingt. Diese Patienten haben dann noch andere Symptome wie einen verstärkten Bartwuchs, eine fettige Haut oder Unregelmäßigkeiten der Monatsblutung. Meist findet man im Blut der betroffenen Frauen mit androgenetische Alopezie allerdings nichts Krankhaftes.

Es gibt sowohl für Frauen als auch für Männer die Möglichkeit den anlagebedingten Haarausfall mit Minoxidil-Lösung oder -Schaum zu behandeln. Bei Männern ist im Frühstadium auch Einnahme von Finasterid, das in den Androgenstoffwechsel eingreift, eine wirksame Therapie. Nachteil beider Therapie: sie wirken nur solange, sie genommen werden.

Während bei Männern auch eine fortgeschrittene anlagenbedingte Alopezie allgemein akzeptiert wird, bedeutet bereits ein vergleichbar geringer Haarverlust gerade für junge Frauen oft ein großes seelisches Problem. Neben der ärztlichen Begleitung können hier Haarverdichtungen und auch ein guter Haarersatz  eine wichtige Stütze der Behandlung sein.



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