vernarbter Haarausfall

Vernarbender Haarausfall

Kommt es an den Haarwurzeln zu starken Entzündungen, dann können diese so stark beschädigt werden, dass die Haare für immer verloren gehen. Diese Form des Haarausfalls nennt man „vernarbende“ Alopezie, wobei mit „Vernarbung“ ein bindegewebiger Umbau der Haarwurzel im Sinne einer Fibrose gemeint ist.  Die Kopfhaut erscheint in diesen Bereichen dann glänzend und verhärtet.

Für eine vernarbende Alopezie gibt es vielfältige Ursachen und Erkrankungen, die nur der Dermatologie richtig einordnen kann. Die Kopfhaut z. B. gerötet oder mit Pusteln übersät sein, und es kann zur Schuppung und  Verhornung kommen. So können die Knötchenflechte (Lichen planopilaris), die Schmetterlingsflechte (Lupus erythematodes) und andere Entzündungserkrankungen der Haut in eine vernarbende Alopezie münden. Selbst bei der Schuppenflechte oder einer Pilzerkrankung kann es zu einer vernarbenden Alopezie kommen. Es ist deshalb sehr wichtig eine adäquate Therapie möglichst früh zu beginnen, um das Ausmaß der Vernarbung gering zu halten.

Ein Haarersatz kann in einem fortgeschrittenen Stadium für die Patienten sehr hilfreich sein.

 

Frontal fibrosierende Alopezie

Hierbei handelt es sich um eine spezielle Form der  „vernarbenden“ Form des Haarausfalls, bei der vor allem Frauen nach der Menopause betroffen sind. Diese Form des Haarausfalls wird erst in den letzten Jahren zunehmend diagnostiziert. Oftmals wird die Diagnose zu spät gestellt. Verwechselungen mit dem anlagebedingten Haarausfall kommen vor. Aber es gibt auch Männer, die betroffen sind.

 

Der Haarausfall beginnt schleichend im Bereich des Haaransatzes an der Stirn, wobei die Stirn-Haargrenze langsam nach hinten rückt. Die Haut um die Austrittsöffnungen der Haare ist gerötet. Später erscheint die haarlose Kopfhaut straff und glänzend. Nicht selten verspüren betroffene Patienten einen Juckreiz am Kopf. Bei vielen Patienten kommt es zudem frühzeitig zu einem Ausfall der Augenbrauen, während die Haare des übrigen Körpers meist erhalten bleiben. Unbehandelt schreitet die frontal fibrosierende Alopezie bis etwa zur Mitte des Kopfhaares voran und kommt dann oft zum Stillstand.

Die Ursachen für diese „neue“ Form des Haarausfalles sind unbekannt. Mittlerweile wird die frontal fibrosierende Alopezie als Variante der Knötchenflechte aufgefasst, die ebenso eine „vernarbende“ Form des Haarausfalls darstellt.

Es gibt bislang nur unbefriedigende Therapiemöglichkeiten der frontal fibrosierenden Alopezie. Da die Stammzellen durch die Entzündung der Haarwurzeln zerstört werden und die Entzündung um die Haarwurzeln die Kopfhaut „vernarbt“ hat, kommt es zu keinem Wiederwachstum in den kahlen Stellen unabhängig von der jeweiligen Therapie mehr. Oberstes Therapieziel ist daher, ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Oft werden kortisonhaltige Cremes oder Lösungen rezeptiert, die die Rötung der Haut verringern. Antimalariamittel können im Frühstadium den Verlauf der Erkrankung verzögern. Die Wirkung von Medikamenten, die die männlichen Sexualhormone in ihrer Wirkung blockieren, ist ungewiss, ebenso die von weiteren entzündungshemmenden Mitteln.

Während im Frühstadium der frontal fibrosierenden Alopezie ein langes Kopfhaar die vorrückende Stirn-Haargrenze noch maskieren kann, fühlen sich viele Patienten im fortgeschrittenen Stadium durch die zunehmende Stirnglatze häufig sehr entstellt. 
Hilfreich sind in diesen Fällen adäquate Teilhaarperücken. Permanente Tattoos können eine Hilfe für die Patienten mit ausgefallenen Augenbrauen sein.




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